Heimsieg unter neuem Licht – ein Abend voller Kampf, Emotionen und echtem Teamgeist

Als ich die Halle betreten habe, war mein erster Gedanke: Endlich sehe ich
den Ball wieder richtig! Unser neues Hallenlicht ist wirklich ein
Gamechanger. Kein Rätselraten mehr, kein Blindflug – plötzlich macht sogar
das Einspielen doppelt Spaß. Dazu hatte Andy Bockwürste dabei, was
eigentlich schon ein gutes Omen ist. Spätestens da war klar: Heute kann
nicht viel schiefgehen. Gegen Burkau mit Spielern wie Frank Wockatz und
Jan Lange kann es nur Lustig werden.
Im Doppel durfte ich mit Andy ran – und wie immer war das alles andere als
langweilig. Mal lief alles perfekt, mal gar nichts. Klassisches Doppel eben.
Also musste der fünfte Satz entscheiden. Ich glaube, wir haben beide kurz
gedacht: „Bitte nicht schon wieder so spannend.“ Aber genau dafür lieben
wir es ja auch. Wir blieben ruhig, Andy mit seiner Routine, ich mit purem
Willen – und am Ende fiel der letzte Punkt für uns. Kurzer Blick, kurzes
Grinsen. Genau so muss sich ein Doppel anfühlen.
Parallel haben Gregor und Micha direkt mal gezeigt, dass man auch beim
ersten gemeinsamen Doppel gleich abliefern kann – und das ausgerechnet
gegen Wockatz und Jordan. Besonders Michas Anti hat mal wieder für
ordentlich Verwirrung gesorgt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Gegner
nach dem Spiel immer noch nicht genau wusste, was da eigentlich passiert
ist.
Mein erstes Einzel war dann gegen Jörg Jordan. Ich hatte mir viel
vorgenommen – vielleicht ein bisschen zu viel. Ich wollte unbedingt zeigen,
dass ich ihn schlagen kann. Aber er spielte einfach zu sicher. Ich habe alles
probiert, gekämpft, aber am Ende musste ich ihm den Punkt lassen.
Frustrierend, aber genau solche Spiele motivieren einen auch.
Andy lieferte sich währenddessen ein legendäres Spiel gegen Frank
Wockatz. Es war alles dabei: Netzroller, Kantenbälle und natürlich auch die
passenden Kommentare. Teilweise wusste man nicht, ob man mehr lachen
oder mitfiebern sollte. Leider ging es am Ende knapp verloren, aber es war
definitiv eines der unterhaltsamsten Spiele des Abends.
Enrico spielte stark gegen Aribert Schuster und ließ sich auch von
schwierigen Phasen nicht aus der Ruhe bringen. Elvin zog sein Spiel ruhig
und souverän durch, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Und Micha
machte genau das, was Micha eben macht – den Gegner mit seinem Spiel
langsam zur Verzweiflung bringen und am Ende den Punkt holen.
Dann kam mein letztes Einzel gegen Tom Marr. Und ganz ehrlich: Es lief
erstmal gar nichts. 0:2 hinten. Ich stand da und dachte kurz: „Das kann
heute doch nicht wahr sein.“ Aber von Steve und Robert kamen viele Tipps,
Unterstützung – und genau das hilft. Ich fing an, wieder dran zu glauben.
Auf einmal liefen die Ballwechsel wieder für mich. Ball für Ball kämpfte ich
mich zurück.
Als ich den letzten Punkt gemacht habe, kam einfach alles raus.
Erleichterung, Freude, vielleicht auch ein bisschen Stolz. Genau diese
Spiele sind es, die man nicht vergisst. Weil man weiß, dass man sich da
selbst wieder rausgezogen hat.
Am Ende stand ein 10:5 für uns. Ein Ergebnis, das sich richtig gut anfühlt.
Aber noch besser war das Drumherum. Die Stimmung, der Zusammenhalt,
die kleinen Sprüche zwischen den Ballwechseln und natürlich der
Abschluss mit Bockwürsten.
Wenn du nach so einem Abend nach Hause gehst, bist du müde – aber mit
einem breiten Grinsen im Gesicht. Genau deshalb liebe ich diesen Sport
und genau deshalb liebe ich diese Mannschaft.
Autor: Daniel Holfeld




