Auswärtsspiel mit viel Kampf – aber am Ende fehlte das Quäntchen Glück

Diesmal ging es für uns auswärts ran – wobei „auswärts“ eigentlich gleich doppelt zutraf. Unsere Halle ist ja aktuell gesperrt, also wurde kurzerhand umgeplant. Bischofswerda hat für uns die Halle in Demitz-Thumitz organisiert – an der Stelle nochmal ein großes Dankeschön dafür! Schon beim Ankommen war klar: Heute wird kein einfacher Abend.
Ich durfte das Doppel zusammen mit Gregor spielen – und wir sind direkt voll reingegangen ins Match. Gegen Jockwitz und Roch wurde um jeden Ball gekämpft, aber irgendwie hatten wir nicht ganz das Momentum auf unserer Seite. Schade, da war definitiv mehr drin.
Richtig stark dagegen Enrico und Elvin. Die beiden sind von Anfang an aggressiv ins Spiel gegangen und haben ihr Doppel souverän durchgezogen. Genau so willst du auftreten. Micha und Bäcke hatten es ebenfalls in der Hand, haben mit viel Herz gespielt, mussten sich aber unglücklich geschlagen geben.
In den Einzeln ging es dann richtig zur Sache. Gregor lieferte sich ein enges Spiel gegen Mario Roch und hat bis zum Schluss alles reingeworfen – aber leider hat es am Ende knapp nicht gereicht. Genau so ein Spiel, das auch anders hätte ausgehen können.
Micha spielte taktisch clever gegen Dirk Olenik, lange Schupfduelle, viel Geduld – und am Ende verdient gewonnen.
Ich selbst konnte mein erstes Einzel gewinnen, habe gut reingefunden und die wichtigen Punkte gemacht. Das fühlt sich immer gut an, gerade auswärts.
Aber man hat schnell gemerkt: Das wird heute einer dieser Abende. Enrico hatte Pech in seinem Spiel gegen Konrad Jockwitz, da war mehr drin. Elvin hatte mit ein paar unglücklichen Kantenbällen zu kämpfen – solche Dinge bringen dich einfach raus. Und Bäcke… ja, was soll man sagen. Zwei Fünfsatzspiele, beide mega knapp verloren. Das tut richtig weh, weil genau solche Spiele am Ende den Unterschied machen.
Mein zweites Einzel lief dann dafür umso besser. Ich konnte das Spiel souverän durchziehen und mir den zweiten Punkt sichern. Wenig Fehler, gute Entscheidungen – genau so stellt man sich das vor.
Enrico holte ebenfalls noch einen starken Punkt, indem er dranblieb und die Big Points gemacht hat. Aber insgesamt hatten wir einfach zu viele enge Spiele, die auf die falsche Seite gekippt sind. Vier Fünfsatzspiele – und gefühlt hätten wir jedes einzelne auch gewinnen können.
Am Ende stand ein 5:10 auf dem Spielbogen. Klingt deutlich, fühlte sich aber überhaupt nicht so an. Es war eines dieser Spiele, bei denen du weißt: Mit ein bisschen mehr Glück, ein paar anderen Entscheidungen, geht das Ding ganz anders aus.
Nach dem Spiel war die Stimmung natürlich erstmal gedämpft. Aber genau da zeigt sich auch wieder unser Team. Kein Kopf hängen lassen, sondern direkt nach vorne schauen. Solche Abende gehören dazu.
Und ehrlich gesagt: Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Spiel – dann endlich in unserer neuen „Heimhalle“, der großen Körsehalle. Neue Atmosphäre, neues Kapitel. Und ich bin mir sicher: Da zeigen wir wieder ein anderes Gesicht.




