Neues Licht – und plötzlich stehen wir im Dunkeln

Neues Licht – und plötzlich stehen wir im Dunkeln
Es gibt Momente im Vereinsleben, die fühlen sich an wie ein Neuanfang. So ein Moment war definitiv der Tag, an dem in unserer Turnhalle endlich die neue Beleuchtung installiert wurde. Jahrelang hatten wir uns durch ein Meer aus Halbdunkel gekämpft. Gefühlt jeden Monat verabschiedete sich eine weitere Neonröhre in den wohlverdienten Ruhestand – meist genau über der Stelle, an der der Ball gerade besonders schwer zu sehen war. Wer bei uns einen Topspin sicher zurückbrachte, hatte also nicht nur Technik, sondern auch ein gutes Gespür für Schatten und Silhouetten.
Doch dann war es endlich soweit: neues Licht, hell, klar, fast schon ungewohnt. Plötzlich sah man den Ball nicht nur – man erkannte sogar den Gegner auf der anderen Seite. Die Freude war riesig, und wie bestellt konnten wir im ersten Punktspiel unter den neuen „Flutlichtbedingungen“ direkt einen Erfolg gegen Burkau feiern. Besser hätte der Einstand kaum laufen können. Neue Lampen, neue Energie, neuer Schwung.
Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten: Unser Höhenflug sollte nur von kurzer Dauer sein.
Nur einen Tag später dann der nächste Aushang – diesmal allerdings deutlich weniger erfreulich: „Turnhalle bis auf weiteres geschlossen.“ Der Grund: Putz war von der Decke gefallen. Das auch noch im Schulsport. Zum Glück wurde dabei niemand verletzt. Trotzdem bleibt ein mulmiges Gefühl – und die bittere Erkenntnis, dass unsere frisch erleuchtete Heimspielstätte nun erstmal wieder Geschichte ist.
Es ist schon fast ironisch: Erst jahrelang zu dunkel zum Spielen, dann endlich perfektes Licht – und jetzt gar keine Halle mehr. Galgenhumor gehört im Vereinsleben offenbar zur Grundausstattung.
Aktuell bleibt uns nur die Hoffnung, dass schnell eine Lösung gefunden wird. Vielleicht bietet die Körsehalle eine vorübergehende Heimat, damit wir weiter trainieren und spielen können. Denn eines ist sicher: Am neuen Licht lag es definitiv nicht – vielleicht war es einfach zu gut, um wahr zu sein.
Wir bleiben optimistisch und halten euch auf dem Laufenden. Und wer weiß – vielleicht kehren wir bald zurück. Dann hoffentlich mit festem Putz, hellem Licht und genauso viel Spielfreude wie an diesem einen, kurzen, perfekt ausgeleuchteten Abend.